Vor- und Nachteile (Lehre)

David Hüßler, Donnerstag, 24.02.2011, 23:26 (vor 2766 Tagen) @ Martin Vogel

Die Ausgleichszahlungen, wenn sie überhaupt kommen, sind schon jetzt auf
maximal 249 Millionen Euro begrenzt worden. Bei aktuell 520.000 Studenten
sind das 239,42 Euro pro Semester. Es ist klar, dass dadurch nur noch ein
Teil der bisherigen Leistungen angeboten werden kann. Ich rechne damit,
dass besonders die teuren Zusatzleistungen, wie Notebookbezuschussung und
die 34.000 Euro pro Jahr für Microsoft Office wegfallen werden. Auch die
Unterstützung von Exkursionen und Tutorien wird eingeschränkt werden
müssen.

Die Begrenzung auf 249 mio. € ist richtig, aber für die Anzahl der Studierenden gibt es einen Berechnungsschlüssel, der meines Wissens nach nur alle Studierende, die in 1,5facher Regelstudienzeit oder darunter liegen, berücksichtigt. Die Universitäten waren an dieser meiner Meinung nach großzügigen Regel wohl nicht unbeteiligt. Schließlich wollen sie auch weiterhin viel vom Kuchen haben.

Einen Grund zur studentischen Mitbestimmung im Rahmen der bisherigen
Studienbeitragskommission gibt es dann auch nicht mehr, da die
Ausgleichszahlungen über den normalen Hochschulhaushalt abgerechnet
werden. Hier sind die Studierenden gefragt, sich in den klassischen
Gremien wie Senat und Fachbereichsräten zu engagieren. Da nun aber auch
kein persönlicher finanzieller Vorteil mehr durch die Gremienarbeit
entsteht (gewählten studentischen Vertretern waren ja die
Studienbeiträge erlassen worden) nehme ich an, dass wir Wahlkampfaktionen
wie in den vergangenen Semestern demnächst auch nicht mehr erleben werden.

Über diesen Umstand bin ich persönlich sehr froh und ich denke alle engagierten studentischen Verterter teilen meine Meinung, da leider nach den Wahlen meistens nicht mehr viel vom (Wahlkampf-)Aktionismus zu sehen war.

Viele Grüße,

David



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