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BILD verdreht mal wieder alles: Quellenangabe Milo D. Nordyke (Allgemeines)

verfasst von Martin Vogel Homepage E-Mail, Dortmund / Bochum, 03.06.2010, 20:21 Uhr

Das berüchtigte Boulevardblatt verkehrt nicht zum ersten mal eine Information ins Gegenteil.

BILD: \"Milo D. Nordyke beschrieb in einer technischen Studie für das Lawrence Livermore Laboratory, dass eine nukleare Explosion in der Sowjetunion auch nicht eine seit drei Jahren brennende Gasquelle schließen konnte.\"

Wenn man das \"nicht\" aus dem Satz entfernt, stimmt er. Die von BILD selbstverständlich nicht verlinkte Studie habe ich oben schon zitiert. Hier ist die PDF-Datei der Studie \"The Soviet Program for Peaceful Uses of Nuclear Explosions\" aus dem Jahr 2000 für das Lawrence Livermore National Laboraty. M. D. Nordyke beschreibt auf Seite 34, dass die Gasfackel 23 Sekunden nach der Sprengung verlosch und das Bohrloch versiegelt war.

Eine Atombombe im Golf einzusetzen, halte ich allerdings für Unfug. Die Bohrung für den Sprengschacht kann man wahrscheinlich besser für die Entlastungsleitung verwenden, mit der der Öldruck vom defekten Anschlussstück genommen werden kann, um dieses endlich zu verschließen.

Meine Idee wäre gewesen, das Rohr dicht über dem Blow-Out-Preventer mit einer ordentlichen Presse sehr langsam zuzuquetschen. Aber so ein 50-Tonnen-Gerät liegt ja auch nicht einfach so auf irgendeinem Bauhof herum.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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