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Dortmund / Bochum,
17.02.2010, 19:41 Uhr
 

Wie Mieter wirklich lüften und heizen (Literatur)

Gerade bin ich über ein Buch mit einem interessanten Titel gestolpert: \"Das Heiz- und Lüftungsverhalten von Wohnungsnutzern. Erarbeitung, Durchführung und Auswertung einer Umfrage\".

Es handelt sich dabei um die Diplomarbeit von Udo J. Sattler, die er im April 2000 an der TU Berlin am Lehrstuhl für Gebäudetechnik eingereicht hat. Sattler entwarf dazu einen Fragebogen und wertete die Antworten von 337 Mietern einer Wohnungsbaugenossenschaft in Berlin aus.

Der Autor glaubt, dass seine Auswertung eine Grundlage bildet, um technische und bauliche Maßnahmen zum Wärmeschutz mit vorhandenen Nutzergewohnheiten besser in Übereinstimmung zu bringen und Richtlinien bezüglich eines richtigen Heiz- und Lüftungsverhaltens für die Mieter zu erstellen.

Nicht immer sind feuchte Wände und schwarze Schimmelflecken durch bauliche Mängel verursacht. Schon in den Siebzigerjahren bemerkte man, dass Wohnungsnutzer nach dem Einbau von isolierverglasten und fugendichten Fenstern ihre Heiz- und Lüftungsgewohnheiten nicht änderten. Die Feuchtigkeit der Raumluft wird nicht ausreichend abgeführt und kondensiert vermehrt an kälteren Wandflächen aus. Weil die Außenwand nun zunehmend durchfeuchtet wird, leitet sie wesentlich mehr Heizenergie ins Freie und die Schadenspirale ist im vollen Gange. Anstelle einer Einsparung durch reduzierte Energiekosten stehen am Ende zusätzliche Kosten durch die Sanierung der entstandenen Bauschäden.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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E-Mail

Hamm westf.,
18.02.2010, 09:05 Uhr

@ Martin Vogel
 

Tjaha...

Nun, dem kann ich einfach nur Definitiv zustimmen... Und auch wäre ich dafür, dass die umschreibung des \"ordentlichen Lüftverhaltens\" dochmal detailiert geschildert wird...

Ich habe 20 Jahre im EG meines Hauses gewohnt... Nie gab es irgendwo Schimmel, Stockflecken oder auch nur feuchte Tapeten. :-)
Doch kaum vermietet man diese Wohnung - schon konnte man nach nur einem Jahr (!) Mietzeit Schimmel im Badezimmer sowie in einem der Schlafräume feststellen... Doch die Mieterin - na die fühlt sich unschuldig, behauptet das dies ganz normal sei (wie bitte?) und das ich Lügen würde...!

Natürlich will ich nicht abstreiten, dass Schimmel auch durch Baumängel entsteht, doch hatten wir und haben auch die neuen Mieter bisher, kein Schimmelproblem (mehr)... :yes:



E-Mail

18.02.2010, 11:29 Uhr

@ Eva B
 

Schimmelproblem

Ich würde sagen, die Aussage von Eva B ist zu pauschal. Genau so argumentieren Vermieter nämlich immer, selbst wenn Baumängel vorliegen. Und in diesem Fall ist es nämlich eine Schweinerei.

Ich wohne in einem 70er-Sozialbaublock direkt unterm Flachdach. Wir lüften täglich 3x à 15 Min. mit weit geöffneten Fenstern. Während dieser Zeit wird die Heizung auch ausgemacht. Trotzdem kommt im Übergang von Gebäudeaußenwand und Decke immer wieder Schimmel durch (trotz Alkohol, Chlor u.ä.). Mein Vermieter schaltet auf Stur und meint, wir würden falsch lüften und heizen.

Aussagen, wie die der Mieterin, das sei doch normal sind natürlich auch total bekloppt.

Mich würde aber mal interessieren: wie hast du das Zeug weggekriegt?

Gruß
Baumeister Bob



E-Mail

18.02.2010, 11:40 Uhr

@ Baumeister Bob
 

hi

HUHU Bob,

also mach es doch einfach, kauf dir ein Hygrometer für so nen Raum kostet ca 20 euro. und schau dann mal wie die wirllich ist die Luftfeutigkeit. Dann würde ich mal schauen wenn die luftfeutigkeit normal ist und ob die Oberflächentemperatur zu niedrig ist. Wenn das das der fall ist, biste auf der sicheren seite.

http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/bt/bt12.htm

Zum sanieren an sich, es gibt Leute die reißen die Tapete ab und fangen an zu föhnen usw. dann Chlor, etc. Auf keinen Fall so machen, mit dem Föhn kann es sein das du die Sporen im zimmer verteilst(WAS nass ist kann nicht fliegen). Also ich würde es im Nassen zustand erstmal grobflächig entfernen dann ein gutes antischimmelzeug benutzen. Und eins wo du dann ach das zimmer wieder betreten kannst. wenn das dann so weit ist trocknen lassen und eine isolationtapete kaufen die kommt unter der normalen tapete damit gewinnt man schon mal so ein par grad.

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