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Dortmund / Bochum,
06.05.2009, 10:28 Uhr
 

PDF in DWG oder DXF konvertieren (Allgemeines)

Wer PDF-Dateien in AutoCAD oder QCAD weiterbearbeiten will, steht vor dem Problem, dass keines der Programme einen vernünftigen PDF-Import anbietet. In AutoCAD kann man gerade mal eine „Abpausvorlage“ zum Nachzeichnen unterlegen und QCAD kennt gar keinen PDF-Import.

Netterweise gibt es ein kostenloses Programm, mit dem die Konvertierung von PDF-Dateien in das DXF-Format schnell und einfach vonstatten geht. Das Kommandozeilenprogramm von Dr. Wolfgang Glunz heißt „pstoedit“ und ist kostenlos und quellenoffen.

Hat man beispielsweise eine PDF-Datei „zeichnung.pdf“, die aus zehn Seiten mit Texten und Vektorgrafiken besteht, so genügt es, in einem Terminalfenster einzugeben:

pstoedit -f "dxf: -ctl -mm" zeichnung.pdf zeichnung%d.dxf


Pstoedit liest nun die 10 Seiten der PDF-Datei „zeichnung.pdf“, rechnet alle Koordinaten in Millimeter um, weist den gefundenen Texten und Vektoren abhängig von ihrer Farbe einen Layer zu und schreibt das Ergebnis (falls möglich als Polylinien) in die Ausgabedateien „zeichnung1.dxf“ bis „zeichnung10.dxf“. Diese DXF-Dateien können dann von nahezu jedem CAD-Programm gelesen werden.

[image]Installation von pstoedit

Unter Linux genügt es üblicherweise, das Paket „pstoedit“ in der Paketverwaltung auszuwählen, damit die Software systemweit zur Verfügung steht, unter Windows ist die Softwareinstallation wie gewohnt etwas frickeliger. Hier muss zuerst Ghostscript heruntergeladen und installiert werden und anschließend das Setup-Programm zu pstoedit. Die Path-Umgebungsvariable ist dann noch je nach Windows-Version um „C:\Programme\pstoedit“ oder „C:\Program Files\pstoedit“ zu ergänzen. Praktisch an der Windows-Version ist die Möglichkeit, gleich noch Importfilter für MS Office und andere Programme zu installieren, mit denen dann ebenfalls ein PDF-Import möglich ist.

Wer ungern mit der Kommandozeile arbeitet und auch das Erweitern der Path-Systemvariable zu kompliziert findet, sollte sich von der Ghostscript-Seite noch das Programm GSview herunterladen. Dieses ist zum Betrachten und Konvertieren von PDF-, PS- und EPS-Dateien geeignet und bildet die Funktionen von pstoedit und Ghostscript unter einer grafischen Oberfläche ab. Über den Menüeintrag „Edit – Convert to vector format“ lässt sich die aktuell geladene PDF-Datei innerhalb von GSview als DXF-Datei speichern.

Aktuelle Links
GSView: http://pages.cs.wisc.edu/~ghost/gsview/
PStoEdit: http://www.pstoedit.net/
Inkscape: http://inkscape.org/?lang=de (siehe unten)

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



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Mülheim,
07.06.2009, 22:05 Uhr

@ Martin Vogel
 

Hätt ja nicht gedacht, daß das funktioniert!

Ich hab Ghostscript, GSView und pstoedit installiert und einfach mal ne Zeichnung im PDF-Format genommen und diese in eine DXF umgewandelt.
WOW.
Es funktioniert und ich bin total geflasht, weil ich sowas schon länger als freeware gesucht hab.
Das erleichtert schon EINIGES!

Super Tipp, Danke!



E-Mail

21.11.2009, 00:31 Uhr

@ Martin Vogel
 

funktioniert leider nicht!

Hallo,
bin hier auf diesen Betrag gestoßen, da ich das zur Zeit gut gebrauchen kann,habe ich es mal versucht,doch leider funktioniert es nicht.



Habe alle 3 Programme runtergeladen, wie beschrieben.



Wenn ich jetzt mit GSview die Pdf öffne zeigt er mir den Plan an.

Dann gehe ich auf Edit-Convert to vektor format.

Dann kommt ein kleines Fenster \"PS To Edit\"

da wähle ich dann dxf aus und drücke auf ok (muß ich da was in die Eingabefelder schreiben oder irgendwo ein hacken setzen?)

Dann kommt Seite auswählen.

Und dann speichern unter.

Ist egal was für einen Namen ich angebe? muß ich dxf als endung angeben?



Wenn ich dann auf speicher drücke, kommt ein kleines schwarzes Fenster da steht dann page 1 drin, das geht weder schnell weg und das Programm zeigt einen grauen Bildschirm.



Wenn ich jetzt die gespeicherte Datei mit Autocad öffne ist sie leer.



Weiß vielleicht jemand woran das liegen kann?



Würde mich über eine Antwort freuen.



Gruß

Manuel Lüning



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Dortmund / Bochum,
21.11.2009, 09:20 Uhr

@ Manuel Lüning
 

PDF in DXF umwandeln: Kommandozeile

Was passiert, wenn das Programm in einem CMD-Fenster mittels
pstoedit -f \"dxf: -ctl -mm\" dateiname.pdf dateiname.dxf
aufgerufen wird?

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



15.09.2010, 10:04 Uhr

@ Martin Vogel
 

Fehler bei pstoedit

Guten Morgen,

Ich habe wie oben beschrieben die drei Programme installiert und wollte nun eine DXF erzeugen.
Habe nun das gleiche Problem wie mein oben beschrieben.
Ich würde mich über eine Nachricht freuen.

Gruß Alex



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Dortmund / Bochum,
15.09.2010, 10:11 Uhr

@ waaghness
 

Start – Ausführen – CMD

Welche Fehlermeldung gibt es, wenn das Programm wie in meinem letzten Eintrag beschrieben gestartet wird?

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



15.09.2010, 10:14 Uhr

@ Martin Vogel
 

Fehler bei pstoedit

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Bei mir passiert das gleiche, wie bei Herrn Lüning.
Ich kann zwar ein pdf in gsview öffnen und dann auf convertieren gehen, bekomme aber eine Datei erstellt, welche ich dann in CAD nicht öffnen kann.

Gruß

Alexander Stock



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Dortmund / Bochum,
15.09.2010, 10:20 Uhr

@ waaghness
 

Nochmal:

Was passiert, wenn das Programm in einem CMD-Fenster mittels
pstoedit -f \"dxf: -ctl -mm\" dateiname.pdf dateiname.dxf
aufgerufen wird?

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



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12.04.2012, 11:00 Uhr

@ Martin Vogel
 

PDF zu DWG Konvertierung

» Was passiert, wenn das Programm in einem CMD-Fenster mittels
» pstoedit -f \"dxf: -ctl -mm\" dateiname.pdf dateiname.dxf
» aufgerufen wird?


Bei mir wird ein DXF erzeugt, jedoch nur mit 546 Bytes. Wenn dieses DXF in das ACAD geladen wird und man die Objekte selektieren will, wird mitgeteilt dass 0 Objekte gefunden wurden.

Herr DI Vogel, darf ich diesbezüglich um Ihre Hilfe bitten?

Anbei die zu konvertierende Datei.
[image]PDF_D7UHVE521.pdf



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Dortmund / Bochum,
12.04.2012, 12:42 Uhr

@ Gerald Grabenbauer
 

Vektorisierung gescannter PDF-Pläne mit Inkscape

» Bei mir wird ein DXF erzeugt, jedoch nur mit 546 Bytes. Wenn dieses DXF in
» das ACAD geladen wird und man die Objekte selektieren will, wird mitgeteilt
» dass 0 Objekte gefunden wurden.

Das liegt daran, dass in der PDF-Datei gar keine Vektorelemente enthalten sind, sondern nur ein einziges großes Bitmap, vermutlich von einem Scanner erzeugt. Dieses „Foto“ muss erst in Linienelemente umgewandelt werden. Das lässt sich zum Beispiel mit dem kostenlosen Programm Inkscape realisieren. Im Menü „Pfad“ gibt es dort den Punkt „Bitmap vektorisieren“. Inkscape kann PDF-Dateien öffnen und DXF-Dateien speichern.

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Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



15.09.2010, 10:21 Uhr

@ waaghness
 

Start ausführen cmd

Die Syntax für den Dateinamen, Verzeichnisnamen oder Datenträgerbezeichnung ist falsch.



15.09.2010, 10:43 Uhr

@ waaghness
 

Bin weiter gekommen

Sodele bin weiter gekommen.
DIe Datei muss sich im Verzeichnis von pstoedit befinden.
Dann erstellt er auch die dxf Datei.
Leider bleibt noch immer der Bildschirm in AUtocad schwarz, wenn ich die Datei öffnen will.



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Dortmund / Bochum,
15.09.2010, 10:48 Uhr

@ waaghness
 

Path

» DIe Datei muss sich im Verzeichnis von pstoedit befinden.

Das muss sie nur, wenn die Anweisung aus dem Ursprungsposting nicht befolgt wurde:

Die Path-Umgebungsvariable ist dann noch je nach Windows-Version um \"C:\\Programme\\pstoedit\" oder \"C:\\Program Files\\pstoedit\" zu ergänzen.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
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Dortmund / Bochum,
31.03.2011, 12:20 Uhr

@ Martin Vogel
 

VRR-Linienpläne (Stadtpläne) als AutoCAD DXF Datei

[image]Wer DXF-Dateien von Dortmund, Bochum oder anderen Städten im VRR-Bereich benötigt, kann zum Beispiel die öffentlich verfügbaren PDF-Linienpläne des VRR ins DXF-Format konvertieren. Wenn man den richtigen Maßstab herausfindet, hat man anschließend tadellose Stadtpläne in einem CAD-tauglichen Vektorformat.

Die DXF-Dateien sind zwar zwischendurch ein bisschen sperrig (aus dem 4-MB-Dortmund-PDF wurde gerade eine über 200 MB große DXF-Datei), die mit dem CAD-Programm gespeicherten DWG-Dateien werden aber wieder deutlich kleiner.

Das Programm pstoedit verteilt alle Linien sorgfältig sortiert auf mehrere Dutzend Layer, was etwas unübersichtlich aussieht. Wer möchte, kann einfach die nicht benötigten Layer abschalten und so beispielsweise nur U-Bahn-Linien, Stadtgrenzen oder Gewässer anzeigen lassen.

AutoCAD-Tipp: Wenn nach dem Laden der DXF-Datei (mit „dxfin”) nur Umrisse zu sehen sind, hilft die Kommandofolge „füllen ein regen“.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

Heute schon programmiert? Einführung in Python 3 (PDF)



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31.03.2011, 14:36 Uhr
(editiert von NicO
am 31.03.2011 um 14:37)


@ Martin Vogel
 

von mir auch nochmal ein verspätetes "bei mir gehts nicht"

Habe mal noch eine Frage zum Umwandeln grundsätzlich.

Ich hatte die Programme damals nicht probiert und mir nun alle drei heruntergeladen und installiert.
1. ghostscript
2. GSview
3. pstoedit

gehe ich dann in GSview auf \"Convert to vector format\"
findet er die pstoedit.dll nicht, welche jedoch eindeutig in
dem vom Programm gewünschten Verzeichnis (C:\\Program Files\\Ghostgum\\pstoedit)
liegt.

[image]

Was mache ich falsch?



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Dortmund / Bochum,
31.03.2011, 15:55 Uhr

@ NicO
 

Der Windows-Explorer lügt. Besonders bei 64 Bit.

» findet er die pstoedit.dll nicht, welche jedoch eindeutig in
» dem vom Programm gewünschten Verzeichnis (C:\\Program
» Files\\Ghostgum\\pstoedit)
» liegt.

Das ist leider alles andere als eindeutig, weil der Windows-Explorer den Anwender nach Strich und Faden zu belügen pflegt.

Die erste Lüge des Windows-Explorers ist ja schon, dass es ein Verzeichnis „C:\\Programme\\“ gebe. Tatsächlich sind die meisten Anwendungsprogramme unter „C:\\Program Files\\“ zu finden.

Noch abstruser ist die Situation bei 32-Bit-Anwendungen auf 64-Bit-Windows-Systemen. Diese werden nämlich in einen Ordner namens „C:\\Program Files (x86)\\“ verbannt.

Ich rate mal, dass Windows selbst nicht mehr durch sein Namensersetzungsgeflecht durchgekommen ist und dem Programm den Dateipfad „C:\\Program Files\\Ghostgum\\pstoedit\\pstoedit.dll“ untergeschoben hat, obwohl er eigentlich „C:\\Program Files (x86)\\Ghostgum\\pstoedit\\pstoedit.dll“ lauten müsste. So kommt es dann zu der durchaus korrekten Fehlermeldung „Can\'t load C:\\Program Files\\Ghostgum\\pstoedit\\pstoedit.dll - pstoedit is not available“.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
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