Oracle stellt 32-Bit-Unterstützung für Java JRE ein (Software)

Martin Vogel ⌂ @, Dortmund / Bochum, Dienstag, 24.04.2018, 10:56 (vor 84 Tagen)

Wer in der Sprache Java geschriebene Software im JAR-Paketformat weitergibt, sollte damit rechnen, dass diese demnächst nicht mehr lauffähig sein wird, falls die JAR-Dateien für 32-Bit-Systeme konfektioniert wurden.

Die 2014 herausgekommene Java-Version 8 war die letzte mit 32-Bit-Unterstützung. Nach Januar 2019 erhalten Unternehmskunden keine kostenlosen Updates mehr. Für zahlende Kunden verspricht Oracle zwar je nach überwiesener Geldsumme noch Support bis 2022, 2025 oder in alle Ewigkeit, die meisten Windowsanwender bevorzugen jedoch erfahrungsgemäß lieber das Arbeiten mit gefährlichen Sicherheitslücken.

Die aktuelle Java-Version 10 (Version 9 wird bereits jetzt nicht mehr unterstützt) gibt es nur noch als 64-Bit-Version. JAR-Dateien, die für 32-Bit-Systeme erzeugt wurden, starten damit nicht mehr.

Wer die JAR-Datei nicht durch Doppelklick im Windows-Explorer, sondern von der Kommandozeile aus startet, erhält auch eine ausführliche Fehlermeldung: „Can't load IA 32-bit .dll on a AMD 64-bit platform.“

Die Angabe der Herstellernamen Intel (IA) und AMD hat dabei nichts zu bedeuten. Sowohl Intel als auch AMD bauen seit über zehn Jahren 64-Bit-Prozessoren für PCs.

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Ersetzen Sie Ihre 32-Bit-JAR-Dateien möglichst bald durch neue, die für 64-Bit-Systeme kompiliert wurden.

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Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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Tags:
Java, Altlasten

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