Baugewerbe spricht sich gegen dauerhafte Zeitumstellung aus (Baupraxis)

Martin Vogel ⌂ @, Dortmund / Bochum, Freitag, 26.10.2018, 13:06 (vor 22 Tagen)

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, begegnet der Idee, in Deutschland eine dauerhafte Sommerzeit einzuführen, mit deutlicher Ablehnung. In den Wintermonaten entstünden dadurch Sicherheitsrisiken.

„Denn die Beibehaltung der Sommerzeit bedeutet je nach Wohnort, dass es erst kurz vor zehn Uhr morgens hell wird. Das kann u.U. sechs Wochen mehr dunkle Wege zur Arbeit und in die Schule bedeuten. Für die Bauunternehmen hat das zur Folge, dass wir die Baustellen beleuchten oder aber die Beschäftigten abends länger arbeiten müssen.“

In Dänemark und den Niederlanden gibt es Bestrebungen, die Normalzeit (MEZ) dauerhaft einzuführen. Pakleppa plädiert für eine länderübergreifende einheitliche Regelung und befürchtet, dass der Vorschlag von EU-Kommissionspräsident Juncker, die Regelung der Zeitumstellung den einzelnen Mitgliedstaaten zu überlassen, im Chaos enden würde.

Auch die sich bei der EU-Umfrage in Deutschland abzeichnende Mehrheit für die Beibehaltung der Sommerzeit sieht Pakleppa skeptisch, da die Befragung, die von Boulevardmedien fälschlicherweise als Abstimmung bezeichnet wurde, mitten im Hochsommer stattfand: „Wir fragen uns, wie diese Abstimmung ausfallen würde, wenn sie im Winter – unter Beibehaltung der Sommerzeit – durchgeführt worden wäre.“

Skurrilerweise wurde die Mitteilung auf der ZdB-Website unter dem Titel Baugewerbe fordert Beibehaltung der Zeitumstellung veröffentlicht.

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Im Dunkeln sind Baustellen noch gefährlicher.

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Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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Tags:
Sommerzeit, Zeitumstellung, Normalzeit, MESZ, MEZ



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