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Baubiologie versus Wissenschaft (Allgemeines)

verfasst von Martin Vogel Homepage E-Mail, Dortmund / Bochum, 23.09.2011, 13:57 Uhr

Das „Institut für Baubiologie und Ökologie Neubeuern (IBN)“ entblödet sich nicht, das Ergebnis einer Studie der WHO, nach der nicht mit Bestimmtheit gesagt werden könne, dass elektromagnetische Felder aus Mobiltelefonen garantiert harmlos seien, so zu verdrehen, dass daraus die Überschrift „WHO bestätigt: Krebs durch Handys“ wird: Pressemitteilung

Kann mal bitte jemand den Freunden der Esoterik hochverdünnt mitteilen, dass, wenn das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung „wenn A, dann B oder C“ lautet, man das nicht mit „wenn C, dann A“ gleichsetzen kann? Und dass, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis, welches in ungefähr 5 von 100.000 Fällen eintritt, um 40% erhöht wird, das immer noch bedeutet, dass es in 99.993 von 100.000 Fällen nicht eintritt?

Hier die Pressemitteilung der WHO: http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2011/pdfs/pr208_E.pdf

Wer 10 Jahre lang täglich 30 Minuten mit dem Handy telefoniert, bekommt danach innerhalb eines Jahres nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,995 Prozent keinen Gehirntumor, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,993 Prozent. Aber damit lassen sich natürlich keine teuren Anti-Elektrosmog-Maßnahmen an die baubiologiegläubige Kundschaft verkaufen.

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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