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Vektorpfeile: Wie gibt man unter Windows a⃗= b⃗+c⃗ ein? (Software)

verfasst von Martin Vogel Homepage E-Mail, Dortmund / Bochum, 30.11.2010, 16:03 Uhr

Wenn man eine Weile mit Linux gearbeitet hat, kommt einem vieles unter Windows reichlich skurril vor. Zum Beispiel die Eingabe von Unicode-Zeichen. Natürlich kann man sich die Zeichen auch unter einem Linux-Betriebssystem (z.B. Debian oder Ubuntu) aus irgendeiner Zeichentabelle herauspulen. Wenn die Finger aber schon mal auf der Tastatur sind, kann man auch einfach Strg-Shift-u drücken und den Zeichencode eingeben. Das geht meistens deutlich schneller. Die paar Codes der am häufigsten benutzten Zeichen hat man in kurzer Zeit auswendig gelernt, z.B „3b1“ und „3b2“ für „α“ und „β“.

Besonders interessant ist bei Unicode-Zeichen der Bereich der diakritschen Zeichen (Kombizeichen), mit denen man sowas wie die Gleichung aus der Überschrift – a⃗= b⃗+c⃗ – zusammenstellen kann.

Diese Zeichen haben die Eigenschaft, eine negative Breite zu besitzen und sich dadurch mit dem zuletzt getippten Buchstaben zu überlagern. Aus „a“ und „ ⃗“wird „a⃗“.

Gibt’s eigentlich unter Windows keine bessere Methode, um solche diakritischen Unicode-Zeichen wie U+20d1 () oder U+20d7 () einzugeben, als den Zeichencode jedesmal erst ins Dezimalsystem umzurechnen und dann „Alt-08401“ bzw. „Alt-08407“ zu tippen bzw. sich auf Notebooks mit „Alt-Fn-m8umj“ oder „Alt-Fn-m8um7“ die Finger zu brechen?

Die weitgehend unbekannte Methode mit „Alt-+“ und Zeichencode (auf Notebooks „Alt-Fn--“ und Zeichencode) funktioniert ja leider nur nach Registryfrickelei und Windowsneustart und fällt daher für „Leihrechner“ aus. Zudem scheinen etliche Programme die Kombination „Alt-Buchstabentaste” für ihre eigenen Menüaufrufe abzufangen, sodass die Eingabe vieler Zeichen dann doch nicht möglich ist.

In Microsoft Word gibt es ja angeblich die Möglichkeit, zuerst den Zeichencode zu tippen und dann mit „Alt-C“ den Code in ein Unicode-Zeichen umzuwandeln. Um „a⃗“ zu bekommen, müßte man also a20d7 tippen und „Alt-C“ drücken. Dämlicherweise versucht Word dann, das Unicode-Zeichen U+a20d7 zu erzeugen, das noch nicht definiert ist. Überhaupt scheinen Textverarbeitungsprogramme unter Windows nur geringe Neigung zu verspüren, Kombizeichen (die bei Microsoft Word in bestem Microsoftdeutsch „Verbindungszeichen“ genannt werden), korrekt darzustellen. Wendet man den Trick an, nicht „a20d7“, sondern „a 20d7“ zu schreiben, Alt-C zu drücken und das überflüssige Leerzeichen dann wieder zu löschen, so ist das Ergebnis auch sonderbar. Sowohl Word 2007 als auch OpenOffice 3.2 schreiben den Vektorpfeil nicht über, sondern hinter das „a“.

Kennt jemand ein Programm, das die normale systemweite Linux-Eingabemethode mit Strg-Shift-u auch unter Windows verfügbar macht und damit dem aktuellen Windows-Unfug ein Ende setzt?

Vielleicht sollte man einfach nicht versuchen, mit Windows-Programmen Unicode-Zeichen verwenden zu wollen.

Wer die Windows-Hex-Eingabe mal testen will, kann die folgenden Zeilen als „EnableHexNumpad.reg“ speichern und doppelklicken. Danach sollte der Vektorpfeil über dem letzten Buchstaben nach dem Tippen von „+20d7“ (Pluszeichen des Zehnerblocks, auf Notebooks „Fn- 20d7“) bei durchgehend gedrückt gehaltener Alt-Taste erscheinen.


Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_CURRENT_USER\\Control Panel\\Input Method]
\"EnableHexNumpad\"=\"1\"

--
Dipl.-Ing. Martin Vogel
Leiter des Bauforums

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